Phantom I

Mittwoch, 30. april 2008
Zugegeben, ich bin spät dran, schließlich ist die dritte Woche schon fast rum, aber Uni verhindert ja bekanntlich jede Regelmäßigkeit im Leben bzw. in der Planung desselben, daher hier nun im Sauseschritt die zweite Woche.

Montag: Ha, die Abdrücke sind etwas geworden, zwar nicht hübsch, aber verwendbar, und nur das allein zählt - diese Hürde auf dem Weg zur ersten für das Kursbestehen wichtigen Arbeit, der Totalprothese, wäre also genommen.
Dumm nur, dass man mich und die anderen am Nachmittag als Studienobjekte missbraucht - man will untersuchen, inwieweit wir nun schon Haltungsschäden, die ja bei uns Zahnmedizinern der Ursprung allen Übels aller Berufsunfähigkeit sind, davon getragen haben, und unsere Haltung dementsprechend durch Aufklärung und Training korrigieren. Dazu schnallt man uns lustige Brustgurte um, die an ein Gerät, das Abweichungen von der optimalen Haltung ermittelt, angeschlossen sind - und dieses Ding vibriert, wenn wir den optimalen Bereich verlassen.
Bei mir also ständig. Zweifach schlecht für mich also: meine Haltung ist offenbar grundfalsch, und die Vibriererei dieses Teufelsgeräts macht den Nachmittag nicht lustiger. Nunja, um 5 ist glücklicherweise Schluss.

Diestag: Basteln an den Modellen und der erste Versuch der Zahnaufstellung - viel mehr passiert nicht. Am Abend dann wildes Lernen für die Frage des Tages, jener mittwöchigen Zwischenprüfung auf Losbasis, die einen konstanten Lernrythmus komplett verunmöglicht - dann schlafen.

MIttwoch: Großartig. Ich brauche Hilfe, Hinweise zum Aufstellen der Zähne, vielleicht mal eine Demonstration - und vor allem: einen Assi. All das lässt sich natürlcih nicht finden - hallo, schlechte Laune, ja, du darfst bleiben, zu Recht. Bei der Frage des Tages werde ich nicht gezogen, die Fragen waren allerdings machbar - verdammt. Gottseidank darf ich morgen bis 07:20 ausschlafen..

Donnerstag: Wieder kein Assi. Was soll denn das, seit 2 Tagen bin ich auf dem gleichen Fortschrittsstand - die Laune ist im Keller. Dementsprechend verläuft der restliche Tag. Welt: Geh weg!

Freitag: Endlich Assistenten, endlich Fehler ausmerzen, endlich Demo zur Frontzahnaufstellung. Wie gut, dass ich damit schon fertig bin. Allerdings ist ab 12:00 Wochenende, die Laune kann nur noch besser werden nun.

Samstag+Sonntag: Es wird Frühling, endlich auch mal spürbar; zwar tummeln sich keine mir Liebesbeweise entgegenwerfenden Frauen in meinem Garten, aber die Sonne lässt sich blicken und es wird endlcih einmal wärmer.
Ob das nun dem Mistwetter, das vor allem auf die Laune schlägt, ein Ende bereitet? Ich schaue mir das Ganze von drinnen an, während das Wochenende zum ausgiebigen Lernen genutzt wird. Bald hoffentlich dann nicht mehr drinnen auf dem Sofa, sondern draußen im Garten.
von aeskulap
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Sonntag, 20. april 2008
So, es ist Sonntag, die erste Woche an der Uni ist mehr oder weniger erfolgreich zu Ende gegangen, und morgen startet der zyklische Arbeitshorror von Neuem. Grund genug, kurz die letzten Tage Revue passieren zu lassen:

Montag: Einschreiben um 13:30, viel zu früh für einen sich gerade an einen angenehmen Nachtrythmus gewöhnt habenden Studenten, der um 6:00 Uhr die Rolläden runter und ab 13:00 dann variabel selbige wieder nach oben fährt.
Am Tor zur Hölle Vorklinik angekommen dann die ersten neuen Gesichter, ein kurzes, zaghaftes "Hallo" und rein da, auf der Suche nach schon bekannten. Die finden sich auch, und schon fällt die Anfangsanspannung ein wenig ab - allerdings nur ein wenig. Und schon ist sie da, die Platzauslosung, ah, 10 Leute gehen leer aus, gut, nicht mein Pech, Glück gehabt, vielleicht überlegt sich die Uni ja auch irgendwann mal, wie man die Kurse so organisiert, dass man nicht jedesmal 10 Durchfaller dabei hat, die einen unbedingten Platzanspruch haben.
Und ich hab ihn wieder, meinen Platz, die 1, hallo, lange nicht gesehen, ich bin wieder da, für ein Semester. Das letzte.
Dann folgt das obligate Herangeschleppe des Werkzeugs, gefühlte 40kg über gefühlte 2km, in der Realität also 3-4 Tüten und ein Werkzeugkoffer 500 Meter zur Vorklinik, nun dann noch geschickt einräumen - was braucht man eigentlich für die erste Woche? Egal, rein damit, die Schubladen sind kleiner geworden, so kommt es mir jedenfalls vor, und schon ist er rum, der erste Tag.

Dienstag: Uah, aufstehen um 06:40, Bauchweh, na bravo, und dabei ist doch Vorlesung gleich heute morgen, naja, bis ich los muss geht das wieder, hoffentlich.
An der Vorklinik dann großes Hallo, viele bekannte Gesichter, vielleicht wird das Semester doch nicht so schlimm, sind ja viele nette Leute dabei.. Dann die Vorlesung, und spätestens jetzt ist klar: Die Bauchschmerzen bleiben. Und die Vorlesung hat 140 Folien. Ohgott, das wird ewig dauern. Glücklicherweise geht alles mal rum, so auch diese Vorlesung, und schon ist Mittagspause. Man eilt kurz nach Hause, trinkt ein wenig, guckt ein wenig Fern, und schon gehts wieder weg, arbeiten, loslegen. Damit das besser wird, diesmal.

Mittwoch: Das wird besser diesmal, es läuft. Zumindest fühlt es sich so an. Natürlich fühle ich mich geistig halbtot,
bin es wohl auch, das Frühaufstehen ist ja sehr toll das allerletzte und wird mich wohl noch ein wenig verfolgen. Aber erstmal muss ja gearbeitet werden. Gipsmodelle, individuelle Löffel, es geht gut los. Und offenbar wird man wohl doch noch irgendwo gebraucht, zumindest wird öfter nach Hilfe und Rat gefragt, und man tut, was man kann, um den Kommilitonen das eigene Schicksal zu ersparen. Das macht die Tage zwar nicht weniger anstrengend, aber man fühlt sich definitiv besser, wenn man am Ende des Tages müde auf dem Sofa liegt und nur verächtlich die Lehrbücher anstarrt.

Donnerstag: Schaffe, schaffe, schaffe. Bisher keine großen Fehler gemacht, ich liege im Zeitplan, lerne nun auch die unbekannten Gesichter kennen, vergesse die Namen natürlich sofort wieder - so kanns gern weitergehen.
Nur der Magen könnte mal ruhig sein..
Daheim dann wie gewohnt erschlagen, kein Lernen, kein Klavierspielen und erst recht kein anstrengender Sport.
Man schicke mir einen Koch. Und eine Haushälterin. Möglichst alles vereinigt in einer hübschen jungen Dame.
Ach, als ob.

Freitag: Ha! Fast mit dem selbst gesteckten Ziel fertig geworden - aber nicht ganz. Und gerade jetzt ist Feierabend, dabei bräuchte ich noch 2 Arbeitsschritte, die nun gut laufen müssten, damit ich ruhig schlafen kann.. aber das ist mir nicht vergönnt.
Also, 12:00, Schluss, weg mit euch Studenten ins Wochenende, weg mit mir ins Kaufland, schön durch den eine Horde Hausfrauen prügeln bis zur Kasse, Vorräte anhäufen fürs Wochenende - und dann Feierabend.

Samstag+Sonntag: Ich kann nicht mehr ausschlafen. Um 8 Uhr liege ich wach im Bett. Adieu, Selbstbestimmung des eigenen Tages, hallo Routine. Außerdem bin ich wohl verblödet, Lernen fällt schwer, das Hirn ist wohl eingerostet. 
Und es ist zu kurz, viel zu kurz. Schon ist wieder Sonntag Abend, und ich wundere mich, wo die Woche
hin ist. Und das Wochenende vor allem. Aber gut, wenigstens kann ich morgen endlich meine Meistermodelle machen, da wird sich dann entscheiden, ob ich nochmal einige vorausgehende Arbeitsschritte neu machen oder aber mit der anschließenden Arbeit fortfahren darf. Ich hoffe letzteres. Das macht mich jetzt noch nervöser als die letzten zwei Nächte.
Hoffentlich kann ich schlafen.
von aeskulap
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Freitag, 11. april 2008
Es ist interessant, wie gelähmt man sich vorkommt, drei Tage, bevor man mit der Unterschrift unter die Einschreibungsunterlagen seine Seele dem Vorklinikmoloch ein letztes Mal verkauft, auf dass sie im Tartarus des Prüfungswahns untergehe.
Und ich stelle mir wieder die Frage: bist du vorbereitet? Die Antwort lautet, wie immer vor den praktischen Kursen: Keine Ahnung. Wie soll man auf den Zufall vorbereitet sein - den letztlich bestimmt allein der den Erfolg oder Misserfolg, was die Erynnen sich da wieder zusammenspinnen weiß man ja vorher nicht. Da tröstet auch die Vorstellung nicht, dass ja in einem parallelen Universum der Kurs auf jeden Fall bestanden wird. Immerhin zählt das hier und jetzt.
Und obwohl müde, hab ich mal ein wenig gerechnet, um zu sehen, was eigentlich so an Arbeit pro Woche auf mich und die Anderen zu kommt:
Da wäre die reguläre Arbeitszeit, Montag-Mittwoch 8:00-17:00, Donnerstag - aus welchen Gründen auch immer - von 08:30-17:00, Freitag dann humanerweise von 8:00-12:00. Dazu kommen Verzögerungen durch die Putzdienste und dann noch die gut alte Frage des Tages, die nochmal meist eine Stunde extra bedeutet. Rechnet man die Mittagspause ein, die man ja auch an der Uni herumhängt, sind das also 40 Stunden pro Woche, davon 36 reine Arbeits- und Vorlesungszeit. Igitt. Und die Gewerkschaften heulen bei 38h...
Dann kommt natürlich der Lernstoff hinzu. Das sind einmal 240 Seiten zahnmedizinische Propädeutik im Lehmann, gut 350 Seiten Werkstoffkunde, nochmal 200 Seiten Prothetik und ein paar Broschüren, die gelesen und gelernt werden wollen. Also in etwa 800 Seiten, das geht gottseidank. Auf mein persönliches Lerntempo (etwa 5-6 Seiten/Stunde) bezogen und bei 3maligem Wiederholen macht das rund 450 Lernstunden; ausgenommen ist der Tag vor der Frage des Tages, da wird der komplette relevante Stoff wiederholt, anders gehts ja meist leider nicht. So, das Semester hat 15 Wochen, die Vorlesungen enden allerdings gut 3 Wochen vor Ende, dann ist spätestens der Stoff durch, das heißt, dass die 450 Stunden auf etwa 12 Wochen verteilt werden müssen. Wir enden also bei 37,5h Lernerei pro Woche. Nochmal: Igitt!
Ok, gehört eben dazu und ist eher standard im Studium, stimmt schon, aber trotzdem nervig, wenn man den ganzen Tag an der Uni hockt - es gäbe sooo viel zu tun.
Beispielsweise will man irgendwann noch Sport machen. Fernsehen. Ein Leben haben! Das wird wohl wieder schwierig. Aber ohne Zeitdruck und Stress wäre das Leben ja auch langweilig irgendwie.
Ein Positives hat das Wiederholen: Man weiß, welches Material man braucht und kann schon einmal aufstocken, bevor die Wartezeiten im Dentalhandel die 2-Stunden-Marke überschreiten. Wenn man nicht die Hälfte vergisst wie letzte Woche, natürlich. Aber dank Liste sollte eigentlich alles da sein: Polierer, Matrizenbandhalter, Zähne..
Man hat ja noch nicht genug unnützes Werkzeug, die man nie wieder brauchen wird.
Überhaupt nervt vor allem, dass man nun den ganzen Kram, der sich hier stapelt, wieder in die Klinik schleppen muss. Das sind gefühlte 7 Tüten und 20kg Material. Für die Studiengebühren, die hier geblecht werden, könnte das eigentlich mal wer abholen. Und dann dahin fahren. Und einräumen! Überhaupt könnte sich mal jemand an meiner Stelle diesen Kurs antun.
Ich hör derweil ein paar Germanistikvorlesungen und erfreue mich eines geisteswissenschaftlichen Lebens. Mit mehr Denk-, aber weniger Zeitdruck. Und gehe ins Schwimmbad, anstatt schwitzend im Labor zu sitzen. Wie surreal und ätzend. Aber so kommt man sich zumindest vor, als hätte man im Semester wirklich etwas geleistet.
Wenigstens das.
von aeskulap
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Freitag, 4. april 2008
Es ist soweit, die Phantomvorbereitung beginnt; damit auch die Personalisierung des Tagebuchs, adieu Neutralität, hallo subjektive Erfahrung. Und hallo Ich-Perspektive.
Gestern habe ich mich das erste mal seit Monaten wieder an den Ort der großen Niederlagen meines jungen Studentendaseins, die Vorklinik, begeben; und interessanterweise ist seit genau diesem Moment der Phantom I wieder allgegenwärtig. Das fängt bei wirren Gedankengängen, die einen vom Einschlafen abhalten, an (wie z.B. präppt man gleich wieder am angenehmsten im Unterkiefer?), und hört bei den obligatorischen Bauchschmerzen, die sich beim Gedanken daran - Psychosomatik lässt grüßen - natürlich sofort eingestellt haben.
Natürlich war ich auch im hiesigen Dentalhandel, das hätte ich mal auf heute verschieben sollen, denn natürlich fällt genau jetzt auf, was ich dann so alles dort nicht erworben habe.
Überhaupt ist der erste wirkliche Vorbereitungstag recht nervig; das Wiederholen des Stoffes beginnt leider natürlich wieder bei den Basics, sprich der Zahnmorphologie (also dem Aussehen und den Grundmaßen eines jeden Zahnes) und den Zahnschemata (also jene Formeln, die wir beim doc immer hören, wenn er sich davon überzeugt, dass wir wohl zu viel süßes gefuttert haben - "11(gesprochen: eins eins) ob, 12 ob..15 oh, ja, da ist eine kleine Stelle").
Und wo die Theorie schon nervt, da darf natürlcih die Praxis nicht nachstehen, und da steht in den nächsten Tagen so einiges auf dem Programm, z.B. ein Einzelzahn- und ein Brückenprovi sowie eine aufgewachste Brücke pro Tag und das Aufstellen einer bilateral balancierten Totalprothese (also jenem Gebiss, mit dem z.B. die Raucher unter uns mit 
hoher Wahrscheinlichkeit später gesegnet sein werden) bis zu T-0.
Die Bilanz fällt bisher mager aus: erstmal galt es, nicht besonders gut präparierte Zähne mit dem Handstück entsprechend aufzuwerten, was mehr oder weniger erfolgreich war; das erste Provisorium war zwar nich total schlecht, allerdings auch weit von dem entfernt, was man im Phantom erwarten wird. Und wer zur Hölle hat die Stufen-Teilkronenpräparation erfunden, das ist ja das allerletzte. Außerdem erweist sich das Handling des neuen Aufstellwachses als nicht ganz einfach.
Aber gut - noch ist ja Zeit. Gottseidank.
von aeskulap
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Donnerstag, 27. märz 2008
So, es ist soweit - der Phantom I ist da. Also, nicht physisch, auch wenn es sich anfühlt, als hätte er sich manifestiert und stünde, mir den kalten Atem in den Nacken blasend, direkt hinter mir, leise "jetzt gehörst du wieder mir" flüsternd; ein wenig wie in Full Metal Jacket fühlt man sich, und wartet nur darauf, auf einmal Private Paula genannt zu werden.
Und er hat damit vollkommen Recht. Mal abgesehen von einem anderen großen Thema, das mich momentan beschäftigt (und von nicht weiter die Rede sein wird), habe ich seit zwei Tagen nur noch eines im Kopf, nämlich:
"Ohgott, am 14. musst du da wieder hin."
Und dabei bleibt es natürlich nicht, es wäre ja auch vollkommen langweilig, sich einfach nur ein wenig vor einem Kurs zu fürchten, nein, das manifestiert sich natürlich auch entsprechend: Da wird einem heiß und kalt, man erinnert sich daran, dass man ausgiebigst essen sollte, nochmal sündigen, chips, burgerking, all jene Dinge, die dem stressempfindlichen Magendarmsystem während des Semesters wohl den Gnadenstoß geben würden, nochmal Unsinniges im TV anschauen, nochmal dies, nochmal das, als schließe man mit dem Leben ab, und wirklich - auf eine gewisse Art und Weise tut man das, für exakt 15 Wochen.
Das klingt nun fast schon hysterisch, aber mir geht es im Phantomtagebuch ja um eine subjektive Darstellung dessen, was einem in jenem Kurs widerfährt, und da darf man die gefühlte Weltuntergangsstimmung noch vor Beginn nicht vergessen.
Und immerhin: der Phantom bestimmt all unser tun. Wenn wir morgens um 8 Uhr vor den Türen stehen, Mittags um 12 aus selbigen hinaus in die Mittagspause hasten, dann um 1 wieder pünktlich unsere Plätze einnehmen und um 5 wieder gehen, nachdem wir hoffentlich vom Putzdienst verschont wurden, um dann zu Hause die Bücher zu wälzen und dem nächsten Tag in einer schier endlos anmutenden Reihe entgegen blicken, dann ist die einzige Motivation eine einfache: nicht versagen. Alles, nur das nicht. Nicht nochmal ein halbes Jahr an diesem Ort, der keine Krankheit erlaubt, Unaufmerksamkeit, Faulheit und Motivationslosigkeit straft und Verzweiflung und Angst will - nur um ab und zu einen kurzen Moment der Euphorie, der zu gering ist, um all das zu entschädigen, an uns zurückzugeben.
Grund genug also für Übelkeit, Bauchschmerzen, Herzklopfen, all die Zeichen, die unser Körper sich ausdenkt, um dem Ausdruck zu verleihen, was wir längst schon wissen: Niemand will dorthin. Besonders wir nicht. Aber wir müssen.
von aeskulap
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Montag, 17. märz 2008
undefined ...spürt man langsam wieder, und man mag nur erschaudern; nun sei aber erstmal erklärt, warum hier den Phantom und nicht das Phantom steht - vor einem Phantom hätte man ja zumindest halbwegs begründet Angst (allerdings natürlich nicht vor diesem Comicmenschen im rosanen Anzug, aber auch der ist hier ausdrücklich nicht gemeint).
Nein, Phantom bezeichnet hier den Phantomkurs der Zahnersatzkunde I - das Phantom ist jene hübsche Puppe, die wir hier zur linken sehen - , die zweite (und bei mir im ersten Versuch erfolglose) wirkliche Hürde auf dem Weg zum Physikum - und daher gleichsam das nächste Vorzimmer zur Hölle. Zumindest gefühlt.
Nun denkt man sich: ok, gut, das ist doch ein ganz normales Praktikum, wie schlimm kann das schon werden. Die Antwort darauf ist aus Erfahrung einfach: schlimm. Richtig schlimm.
Schlimm genug, um einem schon 4 Wochen vor Kursbeginn ein dumpfes Gefühl in der Magengegend zu verursachen - und schlimm genug, um darüber zu bloggen. Denn der Phantom ist für mich diesmal nicht nur Gelegenheit, mal wieder zu testen, wie oft man vor Nervosität und Leistungsdruck in einem bestimmten Zeitraum kurz vorm gefühlten Nervenzusammenbruch stehen kan - nein, es wird als Semesterprojekt eine Art Tagebuch geben, in dem man die Geschehnisse, Probleme, Gedanken, mit denen man zwangsweise konfrontiert wird, an meinem Beispiel nachlesen kann; auf dass es zukünftigen Generationen als Abschreckung diene...
Nunja, somit ist der Phantomteil des Blogs eröffnet - auf ein fleißiges Semester. Und ein erfolgreiches.
von aeskulap
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